Okt 09 2009

Schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz, und was dann?

Geschrieben von Katzenfreundin und abgelegt unter Allgemein, Kopfschmerzen

Ungefähr 1 % der Bevölkerung ist vom schmerzmittelinduzierten Kofschmerz betroffen, Frauen dabei häufiger als Männer. Als einer der größten Risikofaktoren gilt die Migräne. Das Schmerzgeschehen verändert sich, es wird oft dumpf und drückend.
Schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz ist therapierbar, mit guter Prognose! Etwas 70 % der Betroffenen sind nach einer Medikamentenpause frei vom Dauerkopfschmerz und kehren zum ursprünglichen Schmerzgeschehen zurück. Dann können auch Maßnahmen zum Vorbeugen von Kopfschmerzattacken greifen.

Für die Therapie ist ein gutes Vertauensverhältnis zum behandelnden Arzt ganz entscheidend. Sie kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Der Arzt hat Möglichkeiten, die Zeit des Übergangs medikamentös zu erleichtern, da in den ersten fünf bis zehn Tagen warscheinlich ein heftiger Kopschmerz und vegetative Beschwerden auftreten.
Eine Aufklärung über die Erkrankung ist wichtig, da im ersten Jahr danach die Rückfallquote hoch ist. Hier ist es günstig, ein Kopfschmerz-und Medikamententagebuch zu führen.
Auch Entspannungstechniken und Ausdauersport haben sich bewährt.

6 Kommentare

6 Kommentare zu “Schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz, und was dann?”

  1. Prischtiam 12. Oktober 2009 um 15:21 1

    Hi,
    was bedeutet schmerzmittelinduzierten Kofschmerz? Verstehe ich das richtig der Kopfschmerz kommt wegen der Medikamente die man nimmt, weil man Kopfschmerzen hat? Nimmt man zuviel oder die falschen Medikamente? Davon habe ich noch nie gehört. Wie merkt man dann, dass der Kopfschmerz davon kommt? Ich hoffe das habe ich jetzt richtig verstanden, denn das ist für mich überraschend. Es grüßt dich Prischti!

  2. Katzenfreundinam 13. Oktober 2009 um 08:10 2

    Hallo Pritschi,

    ja, Du hast es richtig verstanden. Schmerzmittel können Kopfschmerz auslösen. Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Kombinationspräparate, Triptane oder Opiate, sie alle können den schmerzmittelinduzierten Kopfschmerz auslösen. Es ist nicht an einen bestimmten Wirkstoff gekoppelt, auch kommt es dabei nicht auf die Menge innerhalb eines Tages an. Entscheidend ist, an wievielen Tagen im Monat ein Schmerzmittel eingenommen wird. Sind es mehr als 10 Tage im Monat, und das über drei Monate oder länger, dann ist das Risiko hoch, bei Kopfschmerz- und Migränepatienten.
    Ein schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz ist ein dumpfer, drückender Dauerkopfschmerz von mittlerer Intensität. Er wird oft von Übelkeit, Schwindel und Schlafstörungen begleitet.

  3. Katzenfreundinam 13. Oktober 2009 um 08:16 3

    Ich hoffe, ich konnte Dir genügend Informationen geben Ansonsten ist die Seite von der DMKG (siehe Links) da sehr zu empfehlen.
    Viele Grüße Katzenfreundin

  4. Pritschiam 14. Oktober 2009 um 09:52 4

    Hi Katzenfreundin,
    vielen Dank für die Erklärung, die für mich vieles klarer gemacht hat. Ich bin völlig Baff, dass es so etwas gibt. Von Schmerzmittelabhängigkeit habe ich ja schon gehört, aber das Schmerzmittel genau das bewirken können, was sie eigentlich bekämpfen sollen nicht. Sehr interessant. Es grüßt dich Prischti!

  5. K. Oelzeram 21. Oktober 2009 um 09:57 5

    Das grenzt doch meiner Meinung nach schon an “Drogensucht”, oder?

  6. Katzenfreundinam 22. Oktober 2009 um 08:49 6

    Es ist ein Teufelskreis! Es kommt zum Dauerkopfschmerz und dadurch entsteht eine Abhängigkeit. Dementsprechend tritt in der Medikamentenpause auch ein Entzugskopfschmerz auf. Daher ist dei ärztliche Betreuung in dieser Zeit sehr wichtig.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben