Jun 30 2009

Schmerz, wie funktioniert er?

Geschrieben von Katzenfreundin und abgelegt unter Akute Schmerzen, Allgemein

Eigentlich, auch wenn es schwer fällt das zu glauben, ist Schmerz etwas Gutes! Er ist ein Alarmsignal, das uns über Reflexe reagieren lässt. Sprich, wir nehmen die Hand von der Herdplatte!

Wir empfinden Schmerz über sogenannte Nozizeptoren, die sind in den Eingeweiden, der Haut und den Blutgefäßen zu finden. Es handelt sich hier um stumpfe Enden bestimmter Nerven, wie Wärme-Detektoren oder Druck empfindliche Fasern. Werden die Nozizeptoren durch Reize wie heiß, kalt, Druck oder Entzündungen angesprochen reagieren sie mit elektrischen Impulsen. Diese laufen über Nervenfasern zum Rückenmark und dann weiter zum Gehirn. Erst dann nehmen wir den Schmerz wahr und können den Ort des Schmerzes und seine Intensität benennen.

Gerade bei Schmerzen im Bauchraum fällt es uns schwer, genau zu sagen wo es weh tut. Schmerzen der inneren Organe werden als viszeraler Schmerz bezeichnet. Hierbei wird der Schmerz über C-Fasern zu Gehirn geleitet, es kann aber keine genaue Zuordnung vornehmen. Daher tut beim Herzinfarkt auch der Arm weh.

Anders ist es bei dem somatischen Schmerz, hier reagieren die Schmerzrezeptoren der Haut, des Bindegewebes und der Muskeln. Dieses Signal wird blitzschnell über A-Delta Fasern zum Gehirn geleitet.

Unser Schmerzempfinden ist sehr unterschiedlich, die Psyche spielt eine große Rolle dabei.
Das erklärt warum der Schmerz an manchen Tagen erträglich und an anderen nicht zu aushalten ist.

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