Sep 01 2009
Von der Pflanze zum heutigen Aspirin
Die Weidenrinde fand schon vor langer Zeit gebrauch. Schon die alten Ägypter ( 1551 – 1070 v. Chr. ) verwendeten die Blätter, blühende Zweige und Rinde der Weide gegen schmerzhafte Wunden, Entzündungen und Schwellung.
Erstmals 1828 wurde die Weidenrinde von einem Münchener Pharmazeut ( Johann Andreas Buchner ) untersucht. Durch Kochen der Weidenrinde gewann er eine gelbliche Masse. Diese nannte er Salicin. Circa 10 Jahre später entwickelte Raffaele Piria als erster aus dem Salicin die Salicylsäure.
Neben den Weiden findet man Salicylsäurederivate auch noch in Stiefmütterchen, im Mädesüß ( Spiriae ulmaria ) sowie in Pappeln.
Im Jahre 1853 gelang es dem Chemiker Charles Frederic Gerhardt erstmals die Salicylsäure synthetisch herzustellen.
Die industrielle Herstellung war um etwa 1 zehntel günstiger als das Naturprodukt aus Weidenrinde. Jedoch minderten der Geschmack und auch die mitunter starken Nebenwirkungen den Glanz der Salicylsäure.
1897 gelang jedoch der Durchbruch, einem Chemiker der Firma Bayer ( Felix Hoffmann ) gelang es durch anheften eines Bausteines an die Salicylsäure die negativen Eigenschaften deutlich abzumildern.
Somit entstand das heutige allseits bekannte Aspirin.
Aspirin – A für Acetylsalicylsäure und Spir für Spiriae ulmaria (Mädesüß ).
Quelle: Fachverband Deutscher Heilpraktiker
Ein Kommentar
Interessanter Artikel. Kleine Anmerkung: Arthur Eichengrün war wohl ebenfalls an der Herstellung von Aspirin beteiligt. Sein Name sollte mit erwähnt werden!