Neuropathische Schmerzen

Entstehung:

  • als Folge von Schädigungen des Peripheren oder Zentralen Nervensystems (z. B. nach Amputation, Querschnittlähmung, Herpes zoster oder bei diabetischer Polyneuropathie).
  • Charakteristisch sind starke, häufig als messerscharf, brennend oder dumpf beschriebene Beschwerden.
  • Sie können kurz oder lang anhalten.

Behandlung
Was ich selber tun kann:

  • Durch die Behandlung werden auch die möglichen Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Schlafstörungen, Ängste oder Depressionen effektiv beeinflusst und die Patienten können wieder Lebensqualität erfahren.
  • Lehnen Sie sich innerlich nicht gegen den Schmerz auf
  • Je mehr Sie sich auf den Schmerz konzentrieren, um so intensiver werden Sie ihn wahrnehmen und um so größer wird die Gefahr, dass ein Teufelskreis entsteht (Schmerz – Verspannung – noch mehr Schmerz usw.).
  • gelassene Haltung geht oft mit einer deutlichen Schmerzreduktion einher
  • Entspannungstechniken können Ihnen dabei behilflich sein
  • Bleiben Sie körperlich aktiv

Wie der Arzt mir helfen kann:

  • Für neuropathische Schmerzen gibt es mittlerweile sehr effektive Behandlungsmethoden. Diese entfalten ihren vollen Effekt allerdings nur, wenn Sie die bewährten Strategien auch konsequent einhalten
  • Antikonvulsiva: Sie dienen eigentlich zur Behandlung von Epilepsie (antikonvulsiv = entkrampfend), helfen aber auch bei neuropathischen Schmerzen. Einige reduzieren die Ausschüttung bestimmter Signalstoffe und verhindern so, dass Nervenzellen permanent Schmerzimpulse aussenden.
  • Antidepressiva: Sie wirken stimmungsaufhellend und schmerzlindernd – auch in relativ geringen Dosierungen. Diese Wirkstoffe sind bei den meisten Formen von neuropathischen Schmerzen einsetzbar.
  • Opioide: Sie werden hauptsächlich bei starken und sehr starken Schmerzen verschrieben. Unter strenger ärztlicher Aufsicht und vor allem in retardierter Form eingenommen rufen sie kaum Suchterscheinungen hervor.
  • Lokale Behandlung: Spezifische Schmerzcremes, -salben oder -gele eignen sich, um die Schmerzempfänglichkeit an der behandelten Stelle zu verringern.
  • Nervenblockade: Bei lokal begrenzten Schmerzen wird ein örtliches Betäubungsmittel in oder um die betroffenen Nerven gespritzt, was die Schmerzen für ein paar Stunden ausschaltet.
  • Ein Schmerztagebuch erleichtert es Ihrem Arzt, sich ein genaues Bild Ihrer neuropathischen Beschwerden zu machen und die Medikation entsprechend anzupassen
  • welche physikalischen Maßnahmen Ihnen zusätzliche Linderung verschaffen können
  • Beispiele sind: Wärme- oder Kälteanwendungen, Mechano-, Elektro-, Balneo- und Phototherapie, Krankengymnastik und Sport, Akupunktur und transkutane elektrische Nervenstimulation

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